Veranstaltungen Architekturwandern 2018

Architekturwandern 2018

    Hochparterre führt ein- und mehrtägige Architekturwanderungen durch. Wir wandern in kleinen Gruppen durch Orte und Landschaften, die unsere Wanderleiter kennen. 




    Kriege, Äbte, Kuren: Bad Ragaz und Pfäfers

    Im St. Galler Oberland kommen 1000 Jahre Kriegs- und 1000 Jahre Kurgeschichte zusammen. Sie haben mächtige architektonische Werke hinterlassen – die werden besichtigt. Mit abschliessendem Bad. Wir treffen uns in St. Margrethenberg und suchen nach Spuren des russischen Generals Suworow. Dann machen wir einen Sprung von 150 Jahren und inspizieren die grösste Festung der Schweizer Armee in Furggels. Spital, Lastwagengaragen, Kantonemente, vier Riesenkanonen hinter einem unscheinbaren Tor im Fels. Patriotisch gestärkt wandern wir nach Pfäfers und halten Einkehr in barocker Pracht des Klosters und besuchen die Neubauten der psychiatrischen Klinik St. Pirminsberg. Wir steigen über einen Pfad ins Alte Bad Pfäfers und tief in den Berg zur Quelle des Kurorts Bad Ragaz. Dann dem Wasserlauf talauswärts unter der neuen Taminatobelbrücke hindurch nach Bad Ragaz. Kurortsarchitektur einst und heute. Besichtigung des Grand Resorts mit dem Hotelturm von Hilmer & Sattler und dem Golfclub von Bernardo Bader. Nach der Führung zu einem Espresso in die Halle des Quellenhofs und schliesslich zum Bad in die Tamina Therme von Joseph Smolenicky und die Sauna «nera» von gasser derungs.

    Datum: Samstag, 1. September 2018
    Dauer: Ein Tag
    Treffpunkt: Samstag, 9:30 Uhr, Bahnhof Bad Ragaz
    Ende: 20:15 Uhr, Bahnhof Bad Ragaz
    Preis: Fr. 275.– (Fr. 330.– ohne Abo)

    Im Preis inbegriffen: Führung und Belehrungen zur Kriegs-, Kloster- und Kurgeschichte, Eintritt und Führung in der Festung Furggels, Eintritt in die Tamina Therme, Mehrwertsteuer
    Auf eigene Kosten: Hin- und Rückreise Bad Ragaz, Picknick aus dem Rucksack
    Anforderung: Steiler Abstieg ins Taminatobel, viel abwärts
    Teilnehmer: Mindestens 6, höchstens 15
    Büroreise: Die attraktive Tour eignet sich auch gut als Büroausflug, zum Beispiel mit Nachtessen im Restaurant Rössli. Termin und Preis nach Absprache.
    Wanderleitung: Köbi Gantenbein, Chefredaktor Hochparterre
    Anmeldeschluss: 17. August 2018




    Friedens- und Architekturapostel am Churfirsten

    Es ist die sportlichste Tour dieser Saison. Wir starten in Walenstadtberg, wohin ein Bus von Walenstadt aus fährt. Dort besichtigen wir ein frühes Werk von Peter Märkli, einen Umbau. Als nächstes erwartet uns auf 1300 Meter ein seltsames und beeindruckendes Bauwek: das Paxmal. Der Künstler Karl Bickel hat es von 1924–49 selbst gebaut. Bekannt ist Bickel durch seine Briefmarken und Plakate, die er gestaltet hat. Aber sein Friedensdenkmal hoch über dem Walensee ist einzigartig in der Schweiz. Der Aufstieg bis zum Chäserrugg (2260 Meter), dem höchsten Punkt der Tour, führt uns am Fusse der Churfirsten an mehreren Alpen vorbei. Das letzte Stück ist ein steiler Anstieg, der uns bestimmt schwitzen lassen wird. Das Gipfelrestaurant von Herzog & de Meuron belohnt uns aber für die Anstrengung. Für den Abstieg nach Unterwasser im Toggenburg benutzen wir die Luftseilbahn und Standseilbahn.

    Datum: Samstag, 15. September 2018
    Dauer: Ein Tag
    Treffpunkt: Samstag, 8:35 Uhr, Haltestelle «Walenstadtberg, alte Post» (7:12 Uhr ab Zürich HB, 8:20 Uhr ab Walenstadt)
    Ende: zirka 18 Uhr, Haltestelle «Unterwasser Post»
    Preis: Fr. 218.– (Fr. 261.– ohne Abo)

    Im Preis inbegriffen: Architekturwanderleitung, Mehrwertsteuer
    Auf eigene Kosten: Hinfahrt nach Walenstadtberg, Luft- und Standseilbahn Chäserrugg – Unterwasser, Rürckfahrt von Untwerwasser, Picknick aus dem Rucksack, Getränke in Restaurants
    Anforderung: Kondition und Trittsicherheit. Elementare alpine Erfahrung. Anspruchsvolles Bergwandern mit  6 Stunden reine Wanderzeit, Aufstieg: 1800 Höhenmeter, Abstieg: 300 Höhenmeter. T3 nach der SAC-Berg- und Alpinwanderskala. Die Tour findet bei jedem Wetter statt, je nach Bedingungen passen wir aber das Programm.
    Teilnehmer: mindestens 4, höchstens 10
    Wanderleitung: Ivo Bösch, Architekt, Redaktor Hochparterre, Wanderleiter
    Anmeldeschluss: 13. September 2018



    Im Stadtdorf Landquart

    Landquart ist eines der jüngsten Dörfer der Schweiz und wuchs innert eines Jahrhunderts zu einer Kleinstadt – Eisenbahn, Industrie, Lagerhallen und Bürohäuser prägen den Ort; aber auch wichtige Schulen wie der Plantahof und Wohnbauten für Arbeiter. Dieses eigenartige Stadtdorf besichtigen wir: welche Architektur ist ihm angemessen worden? Die Wanderung geht vom potemkinschen Einkaufsdorf «Landquart Fashion Outlet» zum mit Architekturpreisen ausgezeichneten Zentrum für Betagte und Kinder der Architekten Joos & Mathys und Schmid Schärer, dann zum Ensemble aus Geschäfts- und Wohnhäusern von Bearth & Deplazes, weiter zu ein paar Schmuckstücken anonymer Architektur und schliesslich zum «Russhof», wo für die landwirtschaftliche Schule eine Promenade zeitgenössischer Architektur entstanden ist – aus Stallbauten, Schulgebäuden und jüngst dem Hörsaal von Valerio Olgiati. Den Schlussstein setzt der Besuch in einem der eigenartigsten Einkaufszentren der Schweiz – der Shopping Mall von Domenig Architekten.

    Datum: Samstag, 6. Oktober 2018
    Dauer: Ein Morgen
    Treffpunkt: Samstag, 9:00 Uhr, Bahnhof Landquart
    Ende: 13:00 Uhr, Bahnhof Landquart
    Preis: Kostenlos. Diese Wanderung wird von «Landquart Kultur» veranstaltet. Hochparterres Leserinnen und Leser sind herzlich eingeladen mitzuwandern. Kollekte am Ende.

    Anforderung: Einfacher Stadtdorfspaziergang
    Teilnehmer: Höchstens 10 Hochparterre-Plätze
    Wanderleitung: Köbi Gantenbein, Chefredaktor Hochparterre
    Anmeldeschluss: 1. Oktober 2018




    Bauen für Touristen: Bürgenstock und Rigi

    Unsere Berge sind Sehnsuchtsorte. Auf zwei besonderen Tourismus-Bergen, dem Bürgenstock und der Rigi, schauen wir uns Bahnen und Hotels, Bäder und Chalets an.
    Wir nähern uns dem Bürgenstock – wie die ersten Gäste 1873 – von der Rückseite. Mit der Bürgenstockbahn, dem Felsenweg und dem Hametschwandlift wurde nicht nur in Meisterleistungen der Ingenieurskunst, sondern auch in touristische Attraktionen investiert. Mit architektonischen Innovationen lockte auch Fritz Frey, Hausherr auf dem Bürgenstock ab 1953, viele Gäste auf den Berg. Als der Betrieb dann doch einschlief, lies er sich erst wiederbeleben, als Katar das Ressort mit frischem Geld ergänzte und aufpolierte. Wir schauen uns den neuen Glanz und die Spuren früherer Hoteliers auch von innen an, bevor wir den Bürgenstock verlassen und nach Vitznau übersetzen, wo wir im historischen Hotel «Terrasse am See» stilgerecht nächtigen.
    Mit der Rigibahn ging 1871 die erste Bergbahn Europas in Betrieb. Heute befördert sie Touristen aus aller Welt auf die Königin der Berge. Das neue Thermalbad von Mario Botta zieht die Massen an. Auch wir nutzen die Bahn für den Aufstieg, wandern dann aber auf einem stillgelegten Eisenbahntrassee abseits der Touristenströme und besichtigen wegweisende Ferien-Chalets namhafter Architekten, die ihre Werke geschickt in die Umgebung eingebettet haben. Für uns öffnen sich die Türen dieser charmanten Schmuckstückchen der Architektur.

    Datum: Samstag und Sonntag, 27. und 28. Oktober 2018
    Dauer: Zwei Tage
    Treffpunkt: Samstag, 8:57 Uhr, S4, ab Luzern, Gleis 14
    Ende: Sonntag, 16:00 Uhr, Rigi Kaltbad (wer will, kann den Tag im Thermalbad ausklingen lassen)
    Preis: Fr. 660.– (Fr. 790.– ohne Abo)

    Im Preis inbegriffen: Zweitägige Architektur-Wanderleitung, Mittagessen am Samstag, Übernachtung im Doppelzimmer im Hotel Terrasse am See, Abendessen, Frühstück, Lunch am Sonntag, Hametschwandlift, Bürgenstockbahn, Schiffsreise, Tageskarte Rigibahn, Kurtaxen, Mehrwertsteuer
    Zuschlag: Im Einzelzimmer: Fr. 50.–
    Auf eigene Kosten: Anreise bis Obbürgen Abzw. Trogen, Rückreise ab Fuss der Rigi, Getränke in Restaurants, Badeintritt
    Anforderung: Einfache Wanderungen, 1 bis 3 Stunden pro Tag. Die Tour findet bei jedem Wetter statt, je nach Bedingungen passen wir aber das Programm an.
    Teilnehmer: Mindestens 10, höchstens 18
    Wanderleitung: Andreas Madianos, Raumplaner und Denkmalpfleger, und Miguel Garcia, Historiker
    Anmeldeschluss: 27. September 2018


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